Programm anima 2026
Was wird aus dem Menschen in Zeiten von KI und Digitalisierung? Für einen Humanismus der Verkörperung (1. Hauptvortrag, 50 min.)
Das gegenwärtige Selbstbild des Menschen ist von einer tiefen Ambivalenz gekennzeichnet. Einerseits misst er sich die gottgleiche Macht zu, künstliche Intelligenz, künstliches Leben oder sogar Bewusstsein zu erzeugen. Auf der anderen Seite steht ein tiefer Pessimismus, der in posthumanistischen Visionen von der Abschaffung der Menschheit zugunsten einer überlegenen Spezies gipfelt. Der Vortrag untersucht die Entwicklung dieser Ambivalenz seit der Neuzeit und führt sie auf ein Schwanken zwischen Allmachts- und Ohnmachtsgefühlen zurück, dem letztlich ein kollektiver Narzissmus zugrunde liegt. Angesichts dieser Entwicklung plädiert der Vortrag für einen neuen Humanismus, der auf der Verkörperung, der Zwischenleiblichkeit und der Einbettung des Menschen in eine ökologische Umwelt des Lebendigen basiert.

Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiater und Philosoph, lehrt als Karl-Jaspers-Professor für philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Er ist Leiter der Sektion Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Er ist zudem Herausgeber der Zeitschrift „Psychopathology“ und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Anthropologie, Psychiatrie und Psychotherapie (DGAP). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Phänomenologische Psychologie, Psychopathologie und Anthropologie, Theorien der Verkörperung und der Neurowissenschaften.
2023 wurde Thomas Fuchs der Erich-Fromm-Preis für Humanistische Psychologie verliehen.
Buchpublikationen u.a.:
- Randzonen der Erfahrung. Beiträge zur phänomenologischen Psychopathologie. Alber, Freiburg 2020
- Verteidigung des Menschen. Grundfragen einer verkörperten Anthropologie. Suhrkamp, Berlin 2020
- Das Gehirn – ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption. 6. Aufl. Kohlhammer, Stuttgart 2021
- Psychiatrie als Beziehungsmedizin. Ein ökologisches Paradigma. Kohlhammer, Stuttgart 2023
- Verkörperte Gefühle. Zur Phänomenologie von Affektivität und Interaffektivität. Suhrkamp, Berlin 2024
Wie wir "richtig" fühlen. Eine praktische Anleitung, wir wir uns selbst und anderen nahe sein können (Workshop)
Wir Menschen sind von Natur aus auf Beziehung ausgerichtet. Wir sehnen uns nach Nähe, Verbundenheit und Geborgenheit. Die Grundlage für erfüllende Beziehungen ist jedoch eine aufrichtige Verbindung zu unserer eigenen Person. Oft wird diese Verbindung durch frühere Erfahrungen, Prägungen und unbewusste Muster erschwert oder unterbrochen. Allzu schnell neigen wir dazu, unser Gegenüber – Partnerinnen und Partner, Freundinnen und Freunde oder Arbeitskolleginnen und -kollegen – dafür verantwortlich zu machen, wenn Beziehungen oberflächlich bleiben oder nicht die gewünschte Tiefe erreichen. Wenn wir jedoch Verantwortung für unsere eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Impulse übernehmen, kommen wir uns selbst näher. Dadurch entsteht auch für andere die Möglichkeit, sich authentischer zu zeigen und in echten Kontakt zu treten.
Im Workshop erforschen wir auf praktische und erfahrungsorientierte Weise, wie wir uns selbst bewusster wahrnehmen und spüren können. Dieser innere Dialog bildet die wesentliche Voraussetzung für echte Nähe und lebendige Beziehungen.

Psychotherapeut (Existenzanalyse), Wirtschaftspsychologe und Unternehmensberater in eigener Praxis, langjähriger Leiter einer Suchttherapiestation mit Fokus auf Persönlichkeitsstörungen
6700 Bludenz, Bahnhofstraße 4
joachim@bitsche-wolfahrt.at
Wir Menschen sind von Natur aus auf Beziehung ausgerichtet. Wir sehnen uns nach Nähe, Verbundenheit und Geborgenheit. Die Grundlage für erfüllende Beziehungen ist jedoch eine aufrichtige Verbindung zu unserer eigenen Person. Oft wird diese Verbindung durch frühere Erfahrungen, Prägungen und unbewusste Muster erschwert oder unterbrochen. Allzu schnell neigen wir dazu, unser Gegenüber – Partnerinnen und Partner, Freundinnen und Freunde oder Arbeitskolleginnen und -kollegen – dafür verantwortlich zu machen, wenn Beziehungen oberflächlich bleiben oder nicht die gewünschte Tiefe erreichen. Wenn wir jedoch Verantwortung für unsere eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Impulse übernehmen, kommen wir uns selbst näher. Dadurch entsteht auch für andere die Möglichkeit, sich authentischer zu zeigen und in echten Kontakt zu treten.
Im Workshop erforschen wir auf praktische und erfahrungsorientierte Weise, wie wir uns selbst bewusster wahrnehmen und spüren können. Dieser innere Dialog bildet die wesentliche Voraussetzung für echte Nähe und lebendige Beziehungen.

Psychotherapeutin (Existenzanalyse), Coach und Kommunikationswissenschafterin in eigener Praxis, langjährige Stv. Leiterin einer Suchttherapiestation mit Fokus auf Persönlichkeitsstörungen
6700 Bludenz, Bahnhofstraße 4
laura@bitsche-wolfahrt.at
Mein Schatten, meine Umwelt und ich - verborgene Seiten verstehen nach C.G. Jung
Warum lösen manche Menschen überraschend starke Reaktionen in uns aus? Wir sehen im anderen oft Seiten, die in uns selbst leben möchten – ohne dass wir es ahnen. C.G. Jung nannte sie den „Schatten". Zum Schatten wird, was wir früher nicht zeigen durften. Über Emotionen wie Wut, Neid oder Scham können Lebensthemen im Zusammenhang mit dem Schatten erkannt werden. Ein kreativer Umgang damit kann Veränderung bewirken und Lebensenergie freisetzen. Anhand alltagsnaher Beispiele zeigt der Vortrag, wie wir den Schatten erkennen – und wie er zu einer wertvollen Quelle für Weiterentwicklung im Alltag und in der Therapie werden kann.

Mag.a Dr.in Christa Futscher, MA, ist Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin und Apothekerin. Sie absolvierte ihre Weiterbildung in Analytischer Psychologie am C.G. Jung-Institut in Zürich. Sie ist Lehranalytikerin, Supervisorin und Dozentin am C.G. Jung-Institut Zürich und in der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Psychologie (ÖGAP) Wien. Sie ist Psychotherapiewissenschaftlerin, war Vorsitzende der ÖGAP und ist stellvertretende Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie (IGT).
Achtsamkeit in stressigen Zeiten (Workshop)
Beschreibung folgt.

Isabel Rhomberg ist seit mehr als 20 Jahren Psychotherapeutin und in eigener Praxis als auch im klinischen Setting tätig. Ihr Fachspezifikum hat sie im Bereich Verhaltenstherapie absolviert, seit einigen Jahren liegt ihr Schwerpunkt aber mit großer Leidenschaft in der Körperorientierten Psychotherapie. Isabel Rhomberg arbeitet sowohl mit Einzelpersonen als auch mit Gruppen im psychotherapeutischen als auch supervisorischen Kontext.
Selbstberührung als Weg zur Selbstwahrnehmung. Idiopraxie im Kontext der Psychotherapie.
Beschreibung und Vita folgen.

Wie Bewegung uns fühlen lässt (Workshop)
Konzentrative Bewegungstherapie als körperorientierte Psychotherapie lässt uns Wege vom äußeren Bewegen zum inneren Bewegt-sein erfahren.

Maria King ist Psychotherapeutin, Erziehungswissenschafterin und Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin.
Konzentrative Bewegungstherapie als körperorientierte Psychotherapie lässt uns Wege vom äußeren Bewegen zum inneren Bewegt-sein erfahren.

Helena Pawloff ist Psychotherapeutin, Dipl. Körpertherapeutin, Lebens- und Sozialberaterin sowie Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin.
Meine Antwort geben. Wie wir den Herausforderungen des Lebens authentisch begegnen und dabei Erfüllung finden können.
Glücklich zu sein ist leicht, wenn das Leben nach unseren Vorstellungen verläuft. Doch immer wieder werden wir mit Herausforderungen konfrontiert: Alltagsstress, Trennungen, Krankheiten, Ängste oder Konflikte fordern uns existenziell heraus. In Krisen kann das Leben zur Qual werden und Freude oder Erfüllung wirken unerreichbar. Dennoch besitzt jeder Mensch die Fähigkeit, auch in schwierigen Lebenssituationen authentische Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln. Voraussetzung dafür sind Offenheit und persönliche Reife.
Der Vortrag geht der Frage nach, wie wir diese Fähigkeiten entwickeln und stärken können. Er zeigt auf, wo jede und jeder Einzelne im eigenen Leben ansetzen kann, um auch in herausfordernden Zeiten Orientierung, Sinn und Erfüllung zu finden.

Psychotherapeut (Existenzanalyse), Wirtschaftspsychologe und Unternehmensberater in eigener Praxis, langjähriger Leiter einer Suchttherapiestation mit Fokus auf Persönlichkeitsstörungen
6700 Bludenz, Bahnhofstraße 4
joachim@bitsche-wolfahrt.at
Volkskrankheit Essstörung. Warum wir ein so problematisches Verhältnis zum Essen haben und wie wir es dauerhaft schaffen, unseren Hunger zu stillen.
Es muss nicht immer Magersucht oder Bulimie sein – gestörtes Essverhalten hat viele Gesichter. Immerhin sind Übergewicht und Adipositas weltweit auf dem Vormarsch: Gut drei Milliarden Menschen weltweit sind übergewichtig, Tendenz steigend. Die Botschaft „Iss weniger!“ nützt den meisten Betroffenen jedoch genauso wenig wie der Appell „Mach mehr Sport!“. Denn Essen ist weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. Wir essen aus Stress, Frust, Langeweile, Einsamkeit oder zur Belohnung. Oft greifen wir zu Lebensmitteln, obwohl wir körperlich gar keinen Hunger haben. Emotionales Essen ist kein Zeichen mangelnder Disziplin, sondern oft der Versuch, Gefühle zu regulieren, die aus unterschiedlichsten Gründen schwer wahrzunehmen oder schwer auszuhalten sind.
Im Vortrag beleuchten wir die Mechanismen hinter emotionalem Essen und zeigen auf, warum der Kampf gegen die Waage häufig scheitert – und was stattdessen wirklich hilft.

Psychotherapeutin (Existenzanalyse), Coach und Kommunikationswissenschafterin in eigener Praxis, langjährige Stv. Leiterin einer Suchttherapiestation mit Fokus auf Persönlichkeitsstörungen
6700 Bludenz, Bahnhofstraße 4
laura@bitsche-wolfahrt.at
Wenn die Seele Alarm schlägt - Warum Stress, Sucht und Erschöpfung unsere Psyche verändern (2. Hauptvortrag, 50 min.)
Psychische Erkrankungen betreffen längst nicht nur einzelne Menschen, sondern unsere gesamte Gesellschaft. Der Vortrag gibt einen verständlichen und spannenden Einblick in die moderne Psychiatrie und zeigt, wie Stress, Erschöpfung, Angst und Sucht entstehen, wie unser Gehirn auf Belastung reagiert und welche Wege zurück zu psychischer Stabilität führen können. Neben aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen vor allem alltagsnahe Beispiele und praktische Denkanstöße im Mittelpunkt.

Dr. Simone Bratl ist gebürtige Steirerin und absolvierte ihr Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz. Nach der Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin folgte die Facharztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin.
Seit 2014 lebt sie in Vorarlberg und ist seit dem 01.12.2025 als Primaria der Stiftung Maria Ebene tätig. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt in der modernen Suchtmedizin sowie in der Weiterentwicklung innovativer psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgungskonzepte.
Spielende Kinder versetzen Berge! Die Kraft des Rollenspiels als Therapiemethode nutzen (Workshop)
In diesem Workshop gebe ich Einblicke in die Methode des Kinderpsychodramas. Im Kinderpsychodrama unterstützen wir die Kinder darin, ihre Alltagserfahrungen, Wünsche, Ängste und Hoffnungen auszudrücken. Dadurch kann Erlebtes verarbeitet und neue Perspektiven für Probleme gefunden werden. Kinder können durch das Spiel einen neuen Zugang zu ihrem kreativen Potential und ihren Selbstentfaltungsmöglichkeiten entwickeln. Auf diese Weise lernen sie spielerisch flexiblere Verhaltensweisen und Lösungsstrategien, was sich auch im Alltagsleben positiv bemerkbar macht.
Die Teilnehmer:innen werden im Workshop erleben, wie wirksam, heilsam und effizient diese Methode bei Kindern und Jugendlichen wirkt. Ansteckungsgefahr erwünscht!

Monika Schwärzler ist Säuglings- Kinder- Jugend- und Erwachsenenpsychotherapeutin mit Schwerpunkt Psychodrama, VS-Lehrerin, TRE-Providerin und Sonder- Heilpädagogin. Es liegt ihr am Herzen, den Menschen mit einer wertschätzenden Haltung zu begegnen. Alles darf sein und zum Ausdruck kommen! Als Psychotherapeutin sieht sie sich als Hebamme auf Seelenebene, die fürsorglich aus der Du-Perspektive begleitet, anspornt und hilft, DAS was neu kreiert werden darf - die eigene Lösung - in die Welt zu bringen. Krise bedeutet Chance, "die Steine in Perlen zu verwandeln." Hildegard von Bingen
Ich bin, wer ich bin - Transidentität einfach erklärt
Transidentität ist in den letzten Jahren zunehmend in der öffentlichen Diskussion angekommen und wirft immer wieder viele Fragen auf. Gerade für Angehörige ist es oft nicht leicht, zu verstehen, was das eigene Kind oder eine nahestehende Person durchlebt. Dieser Vortrag bietet einen verständlichen Einstieg in das Thema: Was bedeutet Transidentität?
Wie erleben Betroffene ihren Alltag und ihr soziales Umfeld – und welche Rolle spielen Familie und nahestehende Menschen dabei? Ohne Fachsprache und mit viel Raum für Neugier – für alle, die besser verstehen möchten.

Michaela Mörth ist Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) in freier Praxis in Feldkirch und bringt langjährige therapeutische, sozialarbeiterische und frühpädagogische Erfahrung mit. Mit ihrer Zusatzqualifikation im Bereich Transidentität und Geschlechtsinkongruenz begleitet sie Betroffene und Angehörige einfühlsam und auf Augenhöhe. Aktuell absolviert sie den Masterstudiengang Rehabilitationspsychologie und forscht im Rahmen ihrer Dissertation zum Thema Detransition. Ihr Anliegen ist es, Wissen zugänglich zu machen und Räume zu schaffen, in denen offen und ohne Scheu gesprochen und gefragt werden darf.
Anleitung zum (Un)-glücklich sein (Workshop)
Beschreibung folgt

Bernhard Dostal ist Psychotherapeut (Integrative Psychotherapie), Gründer vom ZEM Institut und Unternehmensberater.
Wie wir mit der Angst vor dem Sterben leben können
Gar nicht gut. Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Es bleibt aufwühlend, verstörend, verunsichernd und beängstigend.
Die Angst vor dem Sterben ist keine Konstante, mit der wir ins „Reine“ kommen können. Im Gegenteil: sie kann sich im Lauf des Lebens und des Sterbens beliebig verändern. Mit dem Sterben geht der Tod einher, auch diesem gilt ein scheuer Blick. Verschiedenste Bewältigungsstrategien werden beleuchtet, von Gesundheitsoptimierungsbestrebungen, spirituellem Trost bis hin zur radikalen Verdrängung scheint die Bandbreite unfassbar weit. Und am Ende bleiben noch so viele Fragen…

- Seit 2015 Psychotherapeutin in freier Praxis
- 2015 - 2025 Psychotherapeutin für die Österreichische Krebshilfe Vorarlberg
- Seit 2021 Lehrtherapeutin für die Fachsektion Psychodrama
- Seit 2021 Psychotherapeutin an der Reha-Klinik Montafon
Beratungsstelle ‹omnibus› als Partnerin in der sozialpsychiatrischen Landschaft. Nutzen von Peer-Beratung anhand von Praxisbeispielen
Der Vortrag beleuchtet die Rolle der Beratungsstelle ‹omnibus› als wichtige Partnerin innerhalb der sozialpsychiatrischen Landschaft. Im Mittelpunkt steht der Nutzen von Peerberatung als ergänzendes Angebot zu bestehenden psychosozialen und therapeutischen Unterstützungsformen. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird gezeigt, wie Erfahrungswissen, Begegnung auf Augenhöhe und alltagsnahe Begleitung Menschen mit psychischer Krisenerfahrung stärken können. Der Vortrag macht sichtbar, wie Peerberatung Brücken baut, Zugänge erleichtert und zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen beiträgt.
Maria Hinteregger ist seit 2025 neben ihrer beruflichen Laufbahn im Bereich Marketing/Kommunikation bei der Beratungsstelle des Vereins ‹omnibus› als Peer-Beraterin angestellt. Nach ihrem Studium im Bereich BWL entschied sie sich 2022 die EX-IN Ausbildung bei der Initiative Psychiatrie-Erfahrener Bodensee (iPEBo) zu absolvieren. Sie engagiert sich zudem beim Schulprojekt „Verrückt? Na und!“ als Vortragende.
Der Vortrag beleuchtet die Rolle der Beratungsstelle ‹omnibus› als wichtige Partnerin innerhalb der sozialpsychiatrischen Landschaft. Im Mittelpunkt steht der Nutzen von Peerberatung als ergänzendes Angebot zu bestehenden psychosozialen und therapeutischen Unterstützungsformen. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird gezeigt, wie Erfahrungswissen, Begegnung auf Augenhöhe und alltagsnahe Begleitung Menschen mit psychischer Krisenerfahrung stärken können. Der Vortrag macht sichtbar, wie Peerberatung Brücken baut, Zugänge erleichtert und zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen beiträgt.
Mario Leitgeber ist Peerberater in der Beratungsstelle ‹omnibus› sowie Geschäftsführer des Dachverbands IDEE Austria. Er absolvierte das Bachelorstudium Philosophie an der Universität Innsbruck und ist qualifizierter EX IN Genesungsbegleiter. Seit 2014 engagiert er sich in der Peerberatung sowie in trialogischen Formaten. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Vorträgen und Erfahrungsberichten an Schulen, mit denen er zur Entstigmatisierung psychischer Krisen beiträgt.
DBT Skills bei Essstörungen für mehr Sicherheit und Selbstwirksamkeit (Workshop)
Beschreibung und Vita folgen

Psychotherapie und das Erleben der Natur
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See
Friedrich Hölderlin: Hälfte des Lebens (Auszug)
Die Natur bietet eine reichhaltige Quelle für unseren Erlebensraum. Oft werden diese Kraftressourcen, die wir mit allen Sinnen erfassen können, vergessen. Im Wandel unseres Erlebens in der Natur liegt viel Kraft. Heilsame Resonanzen ermöglichen uns, diese Rückverbindung mit allen Sinnen zu erleben. In diesem Vortrag tauchen wir auch in sinnliche Natureindrücke und Naturklänge ein.

Praxis für Psychotherapie in Feldkirch. Lehrtherapeutin für Integrative Therapie (ÖAGG); Klinische Musiktherapeutin & Lehrtherapeutin im Fachbereich Integrativ-intermediale Musiktherapie (FPI, EAG, Deutschland). Die Arbeit in der Natur und das Einbeziehen von Naturerfahrungen bildet einen Schwerpunkt.
Fragen willkommen - gemeinsam Transidentität verstehen (Workshop)
In diesem Workshop geht es darum, in ein offenes Gespräch zu kommen. Was beschäftigt mich als Angehörige:r? Wie spreche ich respektvoll über und mit trans* Personen? Was brauchen Betroffene wirklich von ihrem Umfeld? In kleinen Gruppen und im gemeinsamen Austausch nähern wir uns diesen Fragen – offen, neugierig und ohne Scheu. Vorkenntnisse sind nicht nötig, eigene Erfahrungen und Fragen sind ausdrücklich willkommen.

Michaela Mörth ist Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) in freier Praxis in Feldkirch und bringt langjährige therapeutische, sozialarbeiterische und frühpädagogische Erfahrung mit. Mit ihrer Zusatzqualifikation im Bereich Transidentität und Geschlechtsinkongruenz begleitet sie Betroffene und Angehörige einfühlsam und auf Augenhöhe. Aktuell absolviert sie den Masterstudiengang Rehabilitationspsychologie und forscht im Rahmen ihrer Dissertation zum Thema Detransition. Ihr Anliegen ist es, Wissen zugänglich zu machen und Räume zu schaffen, in denen offen und ohne Scheu gesprochen und gefragt werden darf.
Abschied von der Einsamkeit. Wie wir uns verbunden fühlen können
Beschreibung folgt

Bernhard Dostal ist Psychotherapeut (Integrative Psychotherapie), Gründer vom ZEM Institut und Unternehmensberater.
Wenn Schweigen toxisch wird (3. Hauptvortrag, 50 min.)
Schweigen als eine der intensivsten Kommunikationsformen hat viele positive Eigenschaften und ist in einer immer lauter werdenden Welt meist heilsam. Schweigen hat aber auch eine andere, eine destruktive Seite. Diese reicht vom Schweigeterror in der Partnerschaft über Mobbing in der Berufswelt bis zu Schweigekartellen in der Wirtschaft und Gesprächsverweigerung auf politischer Ebene. Kaum eine Form der psychologischen Kriegsführung ist so effektiv wie kaltes, ausgrenzendes Schweigen. Denn es ruft beim Gegenüber Gefühle der Verunsicherung, der Hilflosigkeit und Ohnmacht hervor. Im Vortrag werden die psychologischen Abläufe des toxischen Schweigens beschrieben und Möglichkeiten zum Durchbrechen der Schweigemauer aufgezeigt.

Prof. Dr. Reinhard Haller ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeut und Autor.
Über drei Jahrzehnte war er Chefarzt des Suchtkrankenhauses Maria Ebene. Bekannt wurde er als psychiatrischer Gutachter in großen Kriminalfällen. Heute führt er eine psychiatrisch-psychotherapeutische Praxis in Feldkirch, hat mehrere Sachbuch-Bestseller geschrieben („Das Böse“, „Die Narzissmusfalle“, „Die Macht der Kränkung“, „Das Wunder der Wertschätzung") und ist gefragter Vortragender.