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Taketina - Rhythmustherapie

TaKeTiNa ist eine tiefgreifende rhythmische Körperarbeit, in dem Rhythmus sich als ein elementares Strukturprinzip des Lebens auf vielfältige Weise immer wieder neu offenbart und gestaltet. Mit unserem Körper als Instrument (Gehen, Klatschen, Singen) begegnen wir im Kreis mit anderen Menschen dem uns Menschen innewohnenden rhythmischen Urwissen. Dabei wächst das Gefühl von tiefem Getragensein und Urvertrauen. Schritt für Schritt kann das Bewusstsein für gegenwärtiges Leben sich entfalten und reifen. Im Spannungsfeld zwischen Ordnung und Chaos entdecken wir mehr und mehr in uns einen ruhenden Pol, der mit Herausforderungen gelassen umgehen kann: wir kommen an bei uns selbst.
TaKeTiNa wirkt auf der körperlichen Ebene lösend durch die ständige Bewegung, die durch die Stimme, den Gesang, die Musik und durch die Grundpulsation getragen wird. Jahrelange Verkrampfungen, die dem Zusammenhalten dienten, können sich lösen und der Körper kann sich umstrukturieren.
Auf der psychischen Ebene können alte Muster und Reflexe aufgelöst und durch Differenziertheit und Flexibilität ersetzt werden. Zum Beispiel, wenn in den Füßen ein Zyklus von drei und gleichzeitig von vier Schlägen sein kann, kann die Ahnung aufkommen, dass ich gleichzeitig stark und schwach, froh und traurig, mutig und voller Angst sein kann.
Anstrengung wird konsequent frustriert. So kann jeder zunehmend auf eigene, aus dem Innersten kommende Impulse warten, sie im eigenen Zeitmaß zum Ausdruck bringen und so lernen, der eigenen Natur zu entsprechen und nicht den tatsächlichen oder projizierten Erwartungen.
Die Teilnehmer lernen, sich vom Rhythmus bewegen zu lassen, die Spannung des Wartens zu genießen, anstatt vor Anspannung oder Leistungsdruck starr und unbeweglich zu werden.
So wird die Selbstregulierung gefördert, das Vertrauen in den eigenen Körper wächst, die Suche nach eigenen inneren Bildern wird angeregt und der innere Beobachter, der wahrnimmt, ohne zu werten und ohne von Gefühlen überschwemmt zu werden, kann erwachen.
Dabei können polare Qualitäten wie Innen und Außen, Lust und Unlust, Kontakt und Rückzug, Freude und Trauer, Freiheit und Geborgenheit, Spannung und Lösung, Beständigkeit und Wandlung, Raum und Zeit, Chaos und Ordnung fortschreitend wahrgenommen und integriert werden.